Super sauber Oberhausen

Oberhausen.  Wenn Wasserbummler auf Super-Sauber-Tour gehen, dann hat der Müll keine Chance.

Bei diesem Wetter sind alle am Ruhrufer versammelt: Drahtesel ziehen ihre Runden, „Stock-Enten“ stochern strammen Schrittes vorbei, Sonnenanbeterinnen fläzen sich auf den Bänken. Schwäne, diesmal aber echte, sehen ihnen dabei zu. Nur ein emsiger Schwarm Wasserbummler sorgt dafür, dass man das schöne Ufer in Alstaden weiterhin so unbeschwert genießen kann: super sauber eben.

Für den „Wasserbummler“ Jürgen Büschken, Vorsitzender des Paddelvereins an der Oberhausener Ruhr, ist es keine Frage, dass er und „seine“ Vereinsmitglieder beim neunten Frühjahrsputz „Super Sauber Oberhausen“in der Stadt mitmachen: „Ich bin von Anfang an immer dabei gewesen“, sagt er.

"Hier kommt keine Straßenreinigung vorbei"

Doch bei dieser Aktion allein – alle Jahre wieder – ist es natürlich nie geblieben: „Wir machen hier das Jahr über immer wieder mal sauber“, meint Büschken und zwinkert: „Hier kommt ja keine Straßenreinigung vorbei.“ Dafür aber jede Menge Menschen, die es sich an diesem lauschigen Ort gut gehen lassen, die schwimmen, grillen und sogar hier campen. Wenn es auch verboten ist, die Wasserbummler sind bereit ein Auge zu zudrücken – „ist ja auch toll hier“, blickt Büschken auf die Landschaft am Fluss –, sofern der Ort wieder vernünftig verlassen wird...

Plastikverpackungen, Zigarettenschachteln, Taschentücher, Bonbonpapier, Flachmänner – alles das und mehr fischt die freiwillige Putzkolonne mit Handschuhen und Zangen aus Gebüschen und von der Böschung. Obwohl der Weg auf dem Damm eigentlich recht üppig mit Mülleimern ausgestattet ist.

Doch der Unrat landet eben leider nicht immer dort, wo er hin gehört. „Die Situation ist aber besser, der Müll ist weniger geworden als in den Jahren zuvor“, stellt Elke Büschken fest. Die meist jugendlichen Grill-Fans undCamper zeigten häufig sogar Einsicht, wenn man sie auf ihre Hinterlassenschaften anspräche.

"Wir haben Kinderhandschuhe geliefert bekommen"

Nur an der Ausstattung – die Stadt stellt Eimer, Müllsäcke und Zangen für die Aktion zur Verfügung – könnte man noch etwas verbessern. „Wir haben Kinderhandschuhe geliefert bekommen“, zeigt Krystyna Brands ihre knallgelben geschützten Hände, „sie passen optimal.“ Aber eben leider nur den Frauen. Die Männer haben sich davon aber nicht aufhalten lassen und sich mit eigenen Gartenhandschuhen ausgerüstet.

Ein kleines Problem zeigt sich hingegen an der steilen Böschung des Damms, denn der meiste Unrat hat sich auf halber Höhe eingefunden: zu weit unten, um mit der Zange von oben dran zu kommen, zu weit oben, um ihn von unten zu erreichen.

Nach einer halben Stunde haben die Wasserbummler bereits drei blaue Säcke mit Unrat gefüllt. „Das werden noch mehr“, ist Elke Büschken sicher, weiter oben an der Behrensstraße werde viel achtlos weggeworfen.

Wo die engagierten Bürger die Zange anlegten, sieht man es sofort, aber auch dort, wo es bitter nötig wäre: Schon ein paar Meter weiter RichtungMülheim zeigt sich an den Ruhrauen ein anderes Bild. Dort liegt Müll auf den Uferwiesen verstreut. Noch besser als hier immer wieder sauber zu machen, wäre es, den Schmutz einfach gleich zu vermeiden.

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Kontakt

Paddelverein Wasserbummler 1932 e.V.

 

c/o Jürgen Büschken


Behrensstrasse 111

 

46049 Oberhausen

 

 

juergen@bueschken.de

 

Telefon: 0208-840371

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